GW vs. Gamestrust: Deutsche Webseite wird attackiert

| 2. December 2015

juridical concept with hammer and lawbooks, selective focus on nearestl part

Disclaimer: Auf diesem Blog kann keine Rechtsberatung erfolgen. Alle dargestellten Meinungen sind die des Autors :)

Nun ist es auch in Deutschland so weit: GW’s Arm des Rechts langt zu. Und zwar in Richtung von Gamestrust. Das Magazin beschäftigt sich eigentlich hauptsächlich mit digitalen Erzeugnissen, hat aber auf Grund des persönlichen Interesses des Geschäftsführers auch hin und wieder mal ein paar Warhammer Inhalte auf Lager.

Gerade in letzter Zeit hat sich das Interesse an Gamestrust aber deutlich gesteigert: Die Jungs haben eine direkte Quelle für unveröffentlichtes Material aufgetan, die sie seither mit div. Leaks versorgt hat – mit denen Gamestrust wiederum die Community versorgt. Das passt GW anscheinend nicht mehr in den Kram. In Deutschland hat GW Legal ja bisher eher stillgehalten – was sicher auch an den deutschen Presserechten liegt – aber da hat nun wohl ein Ende.

In einer freundlichen Email eines GW-Anwaltes wird Gamestrust dazu aufgefordert, sämtliches aus Sicht von GW Copyright verletzendes Material von der Seite zu nehmen – mit den entsprechenden Beispielen. Siehe hier:

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Das sieht erstmal ungemütlich aus. Wichtig ist an dieser Stelle aber: Dies ist keine “Klage”, noch nicht mal eine “Abmahnung”, dies ist nur eine mehr oder weniger freundliche Email. Einerseits ist das erstmal eine gute Nachricht, weil GW nicht direkt mit dem E-Hammer kommt. Andererseits kann man das auch problemlos als Einsicht in die etwas kompliziertere Rechtslage in Deutschland auffassen. In den USA oder in England hat es GW jedenfalls wesentlich einfacher, hier und da mal ein paar Blogs rumzuschupsen.

Aus diesem Grund hat sich der CEO von Gamestrust auch für eine ebenfalls freundliche Email an GW entschieden. Er war beim Schreiben etwas aufgeregt und hat nicht mehr so genau korrekturgelesen. Ich habe im übrigen sein persönliches Einverständnis, diese Konversation hier zeigen zu dürfen – also können wir hier direkt am konkreten Fall diskutieren:

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Wie es immer so ist gibt es auch in dieser Frage bei drei Juristen vier Meinungen. Im Fall von Gamestrust spielen Gerichtsstand, wirtschaftlicher Schaden/Gewinn, Besitz am Original und einige Dinge mehr eine entscheidende Rolle. So wie ich Ronald einschätze hat er nicht übel Lust, sich mit GW doch mal (in Deutschland) für ein Gespräch vor Gericht zu treffen. Gleichzeitig mag man sich als normaler Bürger (oder als CEO einer GmbH) durchaus einen erbaulicheren Zeitvertreib vorstellen, als anwaltlichen Schreiben entgegenzusehen.

legalWir lassen uns mal von GW’s Reaktion überraschen und werden den Verlauf der Dinge weiter genau verfolgen – schon aus einem gewissen Eigeninteresse heraus…Ich finde die Reaktion von Ronald auf jeden Fall bemerkenswert. Ich bin mir selber nicht ganz sicher, wie hier wohl eine wirklich zutreffende rechtliche Interpretation der Gemengelage auszusehen hätte. Aber Balls hat der Mann auf jeden Fall. Wer sich die mittlerweile epische Diskussion auf Facebook dazu ansehen möchte, der kann das in der Gruppe des Tabletop Networks tun, in der allerdings erwartbar viele juristische Halbwahrheiten herumgeschmissen werden. Also, erstmal die Füße still halten und einen englischen Tee trinken…

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braindead

Comments (70)

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  1. braindead says:

    Ich mach mal zu hier, die Argumente sind wohl ausgetauscht :)

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  2. braindead says:

    Freunde, jetzt haben wir’s dann aber langsam auch begriffen. Jeder mag seine Meinung äußern, aber bitte in einer normalen Wortwahl.

    GW hat noch nicht geantwortet, die Sache geht jetzt erstmal seinen Gang.

    Wir schauen einfach mal, wie es sich entwickelt.

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    • khoRneELF-K11 says:

      Werdet ihr diese Sache im Auge behalten und darüber berichten?

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      • braindead says:

        Werden wir.

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        • K11 says:

          Das oben war auch irgendein Hauptschulkind und nicht ich….

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  3. Black Fist says:

    Zu der Diskussion werde ich nichts sagen, mit der Ausnahme zu den Teilnehmern. Es ist schon bezeichnend, dass ca. 50% der Teilnehmer hier mit ihren Kommentaren anonym bleiben, obwohl sie sogar einen Nickname verwenden könnten.

    Soviel zum Inhalt von ihren Argumenten, egal in welcher Hinsicht und das auf einem Hobby-Blog. 😉

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    • khoRneELF-K11 says:

      Anonymität ist immer ein Zeichen von Schwäche, weil man die Feigheit besitzt, die eigene Handlung nicht mit der Person verbinden zu wollen.

      Erinnert mich immer an Herr der Fliegen.

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      • khoRneELF-K11 says:

        Denn ein Nickname ist ja auch immer so eindeutig. 😉

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        • K11 says:

          Du kannst aufhören unter meinem Nick rumzuspasten.

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    • Anonymous says:

      Was hat Anonymität mit Argumenten bzw. Stichhaltigkeit zu tun?

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  4. k[hoRn]eELF says:

    Wenn der Brief die journalistischen und juristischen Fertigkeiten des Verlages abbildet, so hat GW bereits gewonnen. Ganz davon ab, dass mir Menschen zuwider sind, die wenig Respekt im Hinblick auf fremdes geistiges Eigentum haben.

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    • khoRneELF-K11 says:

      Sobald Anwälte sich gegenseitig schreiben, werden die Schreiben auch besser bezüglich Rechtschreibung, Grammatik, Inhalt, juristische Fertigkeiten.

      Sieh diesen Brief als Vorspann zum Mainevent.

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      • Jerom says:

        Dennoch haut mich die absolute grammatikalische Inkompetenz des “CEOs” von Gamesthrust aus den sprichwörtlichen Socken. Das ist ja unabhängig vom Inhalt ein echtes Armutszeugnis. Sorry aber das geht GAR NICHT!

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  5. gopostal says:

    Hab ein bisschen den Überblick verloren, wenn ich ehrlich bin.

    Anstatt David gegen Goliath, stellt sich jetzt langsam heraus das David doch gar nicht so cool ist und seine Beweggründe eher fragwürdig..?

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    • khoRneELF-K11 says:

      Exakt!

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      • Anonymous says:

        Du hast jetzt echt 5x unter khorneelf gespammt um den anonymen Superbehindi zu geben? Ich mag K11 nicht, aber du bist echt richtig Kacke.

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  6. Naysmith says:

    Es war abzusehen, dass das kommen wird.
    Ob Gamestrust oder GW im Recht ist sollen die Gerichte entscheiden wenn sich die beiden nicht einigen können.

    Ich hoffe beide Parteien finden einen Weg, denn das aktuelle Verhalten von Gamestrust ist Geschäftsschädigend für GW.
    Schritte von Seiten GWs um diese Art der Vorveröffentlichung zu unterbinden könnten die aktuelle Roumorszene vollkommen zum erliegen bringen.

    Schauen wir mal was dabei rumkommt. Ich bin gespannt.

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    • Anonymous says:

      Die “Roumorszene” ist im Allgemeinen aus guten Gründen anonym unterwegs.

      Der Typ nicht. Und deshalb ist das ein Einzelfall, der keine weiteren Folgen haben wird – außer halt vermutlich für dieses Möchtegerngenie.

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      • Naysmith says:

        Gerüchte in Schriftform werden wir nicht verlieren, das ist klar. Aber ich kann mir eine Maßnahme vorstellen die Bildmaterial vor der Veröffentlichung von GW unterbindet. Ob das dann so Retailerfreundlich ist, steht auf einem anderen Blatt.

        cya

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  7. Anonymous says:

    Angenommen ich kopiere alle Artikel auf deren Webseite auf eine eigene. Dann streiche ich das Geld aus der dort geschalteten Werbung ein und spare mir das Geld für Redaktion u.ä.

    Ist das noch Pressefreiheit? Wird mir der CEO der GmbH auf die Schulter klopfen und mir viel Erfolg wünschen?

    Aber ich vergass, es geht ja gegen den großen bösen Wolf aus Nottingham…

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    • Anonymous says:

      Das wäre illegal.

      Legal wäre es sehr wahrscheinlich, wenn du alle Artikel abfotografierst und diese Bilder online stellst, allerdings als Fotseite, nicht als Seite zum Thema, von dem die Artikel handeln.

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      • Anonymous says:

        Auch das wäre illegal. Nennt sich Urheberrecht und so.

        Ich weiß, wird gerade unmodern. Warum sollte sich Kreativität auch lohnen? Davon lebt dieses Land ja nicht, bei all den Rohstoffen … oh, Moment!

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  8. Anonymous says:

    Habt ihr euch schonmal gefragt, was das für die Deutsche Szene bedeutet wenn er Recht bekommt?
    Das wäre der Hammer!

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    • Death_Rat says:

      Hast du dir auf der anderen Seite mal überlegt was passiert wenn er nicht Recht bekommt und ihn selbst unser Presserecht nicht schützt?

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      • Anonymous says:

        kann auch passieren, muss er dann damit klar kommen
        Aber wenn er Recht bekommen sollte
        Und so wie das hier in dem einem Kommentar juristisch ausgeführt wurde, besteht ja gute Chancen darauf
        Wenn er recht bekommt, ist er ein Held

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        • Anonymous says:

          Ich weiß nicht ob ein Straftäter ein Held sein sollte. Denn das ist er, egal wie man’s sieht.
          Aber wahrscheinlich ist das was er gemacht hat genauso ein Kavaliersdelikt wie die hinterzogenen Millionen von Höness.
          Das Unrechtsempfinden mancher hier ist echt bedauernswert.

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      • Anonymous says:

        Als ob es um das Presserecht oder Informantenschutz ginge! Hier geht es um das Ego eines Gernegroß.

        Wenn die Sache rechtlich so eindeutig wäre, dann würde sich wohl kaum jeder andere die Mühe machen, anonym zu leaken. Man könnte sich auf Informatenschutz berufen und beliebig alles an Interna vor VÖ veröffentlichen, was man “von einem Freund” bekommen hat. Straflos. Jederzeit. Überall. Ganz offen.

        So läuft das Spiel aber nicht.

        Hier geht es um wiederholte 15 Minuten Ruhm in der TT-Welt und Werbung für eine kleine Gameseite. Deshalb auch dreiste Wasserzeichen und keinerlei Unrechtsbewusstsein. Stattdessen jetzt inszeniertes Märtyrertum.

        Psychologisch sehr klassisches Verhalten. Nur der Rahmen ist neu.

        Und abhängig wie hoch der Streitwert angesetzt wird, wird das in Sachen Anwaltskosten sehr, sehr spannend werden.

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        • Anonymous says:

          scheint irgend wie hier untergegangen zu sein, aber auf FB kann man nachlesen das er das schon seid 4 Jahren geplant hat und gewartet hat bis sich GW endlich bei ihm meldet und deswegen damals schon einen Artikel zusammen mit einem Rechtsanwalt veröffentlicht hat
          Wenn das stimmt, dann liegen hier einige gewaltig falsch
          Den Artikel habe ich zumindest auf seinem Blog gefunden

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          • Anonymous says:

            Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass er selbst hier annonym für sich potest?
            Wer kennt schon den Block 😉

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          • Anonymous says:

            auf FB hat er selber mehrfach den Artikel gepostet, kann man alles nachlesen

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          • Anonymous says:

            Wer kennt ihn schon auf FB?

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          • Anonymous says:

            Dafür, dass er das so lang “geplant” hat ist sein Brief erstaunlich lausig geschrieben.

            Ein echter Mastermind, hm? 😉

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  9. Anonymous says:

    Fetter Hartzer *made my day :-)
    Soweit ich weiß ist Herr vrnic bei gw fanworld als Lamech unterwegs.
    Wer etwas über seinen Charakter erfahren möchte sollte mal die Beiträge im Tau Thread von ihm lesen. (Drohnen Spam). Daher hoffe ich einfach mal, dass er eine eingebaut bekommt und den Weg zurück in die Realität findet. Man kanns auch echt übertreiben.

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    • Anonymous says:

      lol
      man sollte sich mal das Datum anschauen von wann der Beitrag bei der PZ war… 2010…
      Und dann vielleicht nochmal das Hirn an werfen…
      Andersherum ist es natürlich leichter
      Und Leider gibt der Artikel auch nicht alles her um sich eine komplette Meinung bilden zu können über eine Person

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      • Anonymous says:

        We ride together, we die together. Hartzer for life.

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      • Anonymous says:

        Nachdem was ich hier und im gw fanworld forum gelesen habe, kann ich mir ein ganz gutes Bild von ihm machen. Und sorry, mehr Infos brauche ich nicht, so wichtig ist mir das dann doch nicht 😉

        Wenn es ihm wirklich um die Sache ging und nicht nur um sein Ego würde er diesen Streit wohl kaum öffentlich führen.

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      • Anonymous says:

        Ne, der Artikel ist das eine, sein Verhalten, zB auf GW-Fanworld, das andere.

        Zusammen ergibt das ein wenig schmeichelhaftes Bild.

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  10. Bandera says:

    Ich glaube, ich verstehe die Gametrust-Argumentation nicht richtig. In meinen Augen klingt deren Erklärung so, dass es nach deutschem Recht vollkommen legal wäre, jedes Werk, das entweder öffentlich zugänglich (wie in einer Bibliothek oder als Auslage im Laden) oder von mir (zum Beispiel durch Kauf) auf legalem Wege erworben wurde, zu vervielfältigen und als mein eigenes auszugeben, ohne dass der ursprüngliche Autor etwas dagegen machen kann.

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    • Voice says:

      Eben.

      Und der Umstand, dass es KEIN ANDERER so macht hätte ihnen u.U. verraten können, dass das so nicht richtig sein kann, egal was das eigene Rechtsempfinden dazu sagen mag.

      Wenn andere Einzelhändler die vor dem Verkaufstag erhaltenen WDs und Co nicht systematisch abknipsen und mit eigenem Wasserzeichen vorveröffentlichen, dann kann das (a) daran liegen, dass die alle zu doof dazu sind, oder es (b) möglicherweise nicht so richtig schlau ist, das zu tun.

      Man hat sich da aber halt für so richtig clever gehalten und Türchen A gewählt.

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  11. Voice says:

    “GW vs Gametrust: Deutsche Webseite wird attackiert”

    Geht es noch etwas mehr BILD-like? 😉

    Eigentlich überrascht mich an all dem hauptsächlich, wie lang sich GW diese WD- und Codex-Kopiererei angeschaut hat und wie “freundlich” sie jetzt reagieren. Scans mit Wasserzeichen zu versehen ist schon ziemlich dumm.

    Vrkic fiel schon einige Male dadurch auf, nicht der aller hellste Stern am Himmel zu sein und zum Größenwahn zu neigen (siehe Link). Und dass er sich jetzt als “CEO” in “Augenhöhe” mit einer Millionen-Pfund-AG sieht, das ist mein Lacher des Tages.

    http://www.pz-news.de/wirtschaft_artikel,-Jungunternehmer-hadert-mit-oeffentlicher-Starthilfe-_arid,210798.html

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    • Anonymous says:

      Wie geil. Ein fetter Hartzer in der Gaming-Branche, der dann auch noch über einen freiwilligen Zuschuss meckert.

      Beim Mona Lisa Beispiel kann man sich ja den Arsch ablachen.

      Wenn er die GW Bilder vor Release zeigt wäre das wie bei da Vinci im Atelier Fotos zu machen bevor das Bild irgendwo im Museum hängt. Also dürfte er nach seiner eigenen Logik Gw-Bilder auch erst zeigen wenn die Sachen im Laden sind und er da Fotos macht.

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  12. K11 says:

    Am heftigsten finde ich die schlechte Rechtschreibung, wenn man bedenkt, dass der Typ “CEO” eines Verlages ist….

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    • Ron Vrkic says:

      Ach damit kann ich sehr gut leben. Gibt wichtigeres im Leben….

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    • Anonymous says:

      Rechtschreibung hin oder her, das ist halt im emotionalen Affekt geschrieben worden. Sollte man niemals tun, sondern immer eine Nacht drüber schlafen. Hat er nicht gemacht, passiert jedem Mal. Inhaltlich ist doch spannend, wie es ausgeht. Wenn es wirklich Streit geben sollte.

      Es gibt extrem viele juristisch inkompetente Mitredende, darum hier ein Mal ein kurzer Hinweis, was tatsächlich der Knackpunkt ist:

      http://www.urheberrecht.justlaw.de/schutz-urheberrecht.htm

      GW ist der ursprüngliche Urheber der auf Gametrusts veröffentlichten Inhalte. GW als Urheber der Inhalte darf allein über die erstmalige Veröffentlichung entscheiden. Veröffentlichung heißt der Allgemeinheit zugänglich machen, gerne auch gegen Entgelt.

      Entscheidend ist, wie ein Gericht den Sachverhalt werten würde, ob GW selbst tatsächlich die Erstveröffentlichung ZUERST vollzogen hat und Gamestrust erst DANACH das eigene Bildmaterial erstellte UND online stellte.

      Kommt ein Gericht zu diesem Schluss, dass GW durch das Versenden der Regeln VOR dem offiziellen eigentlichen Veröffentlichungstermin die urheberrechtlich geschützte Erstveröffentlichung selbst vollzogen hat, dann hat Gamestrust legal gehandelt. Es wurden eigene Bilder erstellt, an denen hat Gamestrust das Copyright, alles cool!

      Kommt ein Gericht zu dem anderen Schluss, dass GW durch das Versenden der Regeln VOR dem offiziellen eigentlichen Veröffentlichungstmerin die urheberrechtlich geschütze Erstveröffentlichung NICHT vollzogen hat, dann HÄTTE Gamestrust illegal gehandelt.

      Nach herrschender Meinung ist das tatsächliche Versenden von Druckwerken, Manuskripten und so weiter an einen Endverbraucher immer als Veröffentlichung zu bewerten.

      Auch würde ein Gericht fragen, ob den versendeten Werken eine bindender Hinweis seitens GW vorliegt, wonach eine Veröffentlichung VOR dem offziellen Veröffentlichungstermin ausdrücklich untersagt. Dies ist aber nur als zweiseitiger Vertrag möglich, dass kann nicht einseitig entschieden werden.

      Darum kommt´s hier darauf, wie und auf welche Weise hat Gamestrust das Material erhalten?

      Wurde es dem “CEO” selbst zugestellt als Privatperson? Ihm in seiner Funktion als Angestellter seiner GmbH, also unternehmerisch? Gibt es Nebenabsprachen?

      Daher, alles nicht so einfach und eigentlich sogar ziemlich spannend!

      Witzigerweise gibt´s da gerade in der Videospielindustrie sehr ausgefeilte Verträge für Tester bzw. Testmagazine wie beispielsweise die “M! (Maniac)”. Von daher solle Gamestrust die Problematik eigentlich nicht unvertraut sein.

      Lassen wir uns überraschen…

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      • Anonymous says:

        GW schreibt ja in jedem Buch, dass der Inhalt für den persönlichen Gebrauch ist und nicht vervielfältigt etc werden darf.

        (Wie bei jeder CD/DVD auch)

        Wenn das rechtskräftig ist, dann ist es doch egal ob man das als Privatperson vor bzw. Nach Release veröffentlicht. Oder nicht?

        Macht sich dann theoretisch jeder strafbar, der Inhalte eines Codex öffentlich macht? (Bspw. Codex Youtube Reviews)
        (Was aber wohl von dem Verfolgungskosten meist unerheblich sein müsste)

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        • Anonymous says:

          Verfielfältigen heißt, man erstellt selber “physikalische” Dokumente, also die gute alte *Raubkopie*, auf Englisch “Bootleg”. Das ist die strenge (alte) Auffassung. Was ist aber ein digitales Foto? Das ist nach wie vor immer in Einzelfall zu prüfen.

          Sobald etwas offiziell veröffentlicht worden, kann ich damit machen, was ich will! WENN ich selbständig eigenes Material erstelle UND die Quelle nenne.

          In Deutschland geht es noch weiter: GW kann, sofern nicht pauschal Konventionalstrafen von beiden Seiten einvernehmlich akzeptiert wurden, nicht einfach dagegen klagen, sondern GW muss eine Verletzung ihrer Urheberrechte nachweisen.

          Für Schadensersatz muss GW sogar nachweisen, welche Anzahl von Personen sich die Publikationen einzig und allein (Bedingung) wegen der Fotoleaks nicht gekauft haben. Das kann GW nicht!

          Bei den Torrentfällen herrscht richterliche Klarheit. Der “Einspeisende” wird für die aktuelle Menge an “Saugenden” Personen pauschal zur Rechenschaft gezogen. Denn die Rechtsprechung sagt, wer saugt, also tatsächlich runterlädt, der hat ein Interesse an dem, was gesaugt wird. Und der kauft es sich nun sicher nicht mehr. Da kann man der materiellen Schaden ermitteln. Bei Gamestrust ist das schwieriger, weil dort nicht gesaugt wird, sondern nur geschaut wird. Klaro, kann man da auch die Bilder Copy-Pasten, aber das ist nicht nachhaltbar.

          Das heißt, entweder kriegt GW den Fall nach GB/USA oder es bleibt bei deutschem Recht. Und da ist dann lediglich der Erstveröffentlichungssachverhalt kritisch, wo auch hier die Beweislast bei GW liegt, dass eine solche Erstveröffentlichungsurheberrechtsverletzung vorliegt.

          Und die genauen Details kennen wir nicht. Und selbst wenn wir die Details kennen würden, selbst dann ist die richtliche Würdigung noch überhaupt nicht eindeutig, wie sie ausfallen würde.

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        • Dirina says:

          Grundsätzlich ist, was IN einem Buch, dass man sich kauft, rechtlich nicht verwendbar, da man es erst nach dem Kauf lesen kann und es somit eine überraschende Klausel ist.

          Des weiteren sind Reviews (und ähnliches) von diversen Gesetzen abgedeckt. Meistens handelt es sich bei dem Gezeigten um auszugsweise Zitate, die im Rahmen des Geamtwerkes zu einem eigenen geistigen Eigentum werden und somit gezeigt werden dürfen. Kann man aber nicht pauschal sagen und muss immer den Einzelfall betrachten. Deshalb kann auch niemand ohne Kenntniss von allen Informationen eine wirkliche Aussage zu dem Fall treffen.

          Offtopic:
          Gegen die EULAs in Computerspielen, die man erst nach Öffnen der Packung/Installation zu lesen bekommt bin ich in dne letzten Jahren schon öfter erfolgreich vorgegangen.

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          • Anonymous says:

            Eben, ohne den GENAUEN Sachverhalt EXAKT zu kennen, kann man über die rechtliche Würdigung vor Gericht nur mutmaßen und selbst bzw. gerade dann und dort kommt es eben immer noch auf den konkreten Einzelfall an.

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  13. Anonymous says:

    Was soll denn dieses bescheuerte Mona Lisa Beispiel?
    Weder das Museum noch DaVinci halten die Mona Lisa geheim, darum beschwert sich auch keiner, dass Fotos davon gemacht und veröffentlicht werden. Auch wenn GW natürlich keine konkreten Zahlen vorweisen kann, ist das veröffentlichen von gesamten Codizes vor Release selbstverständlich geschäftsschädigend – das weiß der Betreiber des Blogs auch und nur weil er durch andere Gesetzgebung vielleicht sogar Recht bekommt hier, rechtfertigt das keine derart unverschämte, halbgare Antwort.
    Einfach zurückzuschreiben, dass es sich hier zu Lande nicht um illegales Verhalten handelt würde ausreichen, aber er will scheinbar den großen Mann markieren, was bei der Rechtschreibung, Ausdrucksweise und Argumentation aber nur unverschämt und inkompetent rüberkommt. Für mich ein klares Eigentor.

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    • Anonymous says:

      Solang das Eigentor immer noch zu Sieg führt, ist er mein Held

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    • Anonymous says:

      GWs erneutes Eigentor ist trotzdem größer, denn jemanden zwingen zu wollen, keine Fotos von seinem Eigentum zu machen ist assig.

      Passt zu GW.

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      • Anonymous says:

        Wenn das Eigentum umsonst Oder zumindest schon im
        Verkauf wäre, Könnte ich das verstehen, aber es handelt sich nun mal um Eigentum dessen Wert extrem gesenkt wird wenn es vor offiziellem Verkaufsstart illegal und umsonst In Umlauf gebracht wird, vorallem auf so professioneller Ebene. Von daher hat Gw definitiv das Recht sich zu beschweren und vorallem Auf ihre höfliche Nachfrage hin nicht son scheiß zurückzubekommen.

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        • Anonymous says:

          Sicherlich ist GWs Nachfrage dieses Mal höflich formuliert worden anstelle des normalen C&D Briefes.

          Er zeigt aber erneut, dass GWs Rechtsabteilung amateurhaft ist, wenn sich diese nicht mit dem Landesrecht auskennen.

          Bin allerdings gespannt, ob GW sich erneut einen Rechtsstreit im Ausland leisten will.
          Denn der gegen CH war ja ein Eigentor.

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        • Anonymous says:

          Also so wie ich das auf FB mitbekommen habe, wurde ihm das Material von GW selbst irgend wie zu früh angeliefert
          Womit er sicherlich sogar die Rechnung vorlegen kann, das er es bei GW selbst gekauft und von Ihnen selbst zugestellt bekommen hat
          was für eine Ironie

          powned GW

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          • g_g says:

            deutsches recht ist schön und gut, unterm strich gehts nur darum: schaffen sie es, dass ganze vor ein us/gb-gericht zu bekommen oder nicht. falls ja kann das ganz übel ausgehen für gametrust.

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          • Ron Vrkic says:

            oh ja wenn das vor das US/UK Gericht gesehen sollte, siehts schlecht aus. Wenns aber hier in Deutschland vors Gericht gebracht wird, bin ich zuversichtlich.
            GW muss auch erst ein Gericht hier in Deutschland überzeugen, das es vor einem anderen Gericht mit anderen Gesetzten, zum Nachteil des Beklagten ausgetragen werden soll und so leicht ist das nun auch wieder nicht

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          • g_g says:

            nicht ganz. gw muss in gb/us ein gericht überzeugen, dass der fall besser in gb/us verhandelt wird und nicht in den usa. wobei die chance, das gb da nein sagt, aufgrund diverser abkommen noch höher ist als bei den usa :)
            aber das wird der anwalt besser wissen (hoffe ich für gametrust ^^ )

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  14. Anonymous says:

    Oh mann, das ist schon ein starkes Stück.
    Der Täter sein, und sich als Opfer hinstellen, dazu noch den beleidigten Teenager raushängen lassen und nach Anerkennung für diesen Mist haben wollen.
    Manche Leute machen einem einfach nur traurig.

    Wie sagte ein Radiokomiker:
    “Weinen könnt ich, weinen.”

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  15. highwind says:

    So gut ich den Widerstand finde, so dilettantisch ist leider das Antwort Schreiben formuliert…
    Von duzenden Gramatik- und Rechtschreibfehlern mal abgesehen wirkt die Art der Antwort alleine deswegen unprofessionell, da sehr subjektiv “argumentiert” wurde.

    Ein einfaches “Danke für Ihr Schreiben, leider müssen wir Sie darauf hinweisen dass ihre Forderung nach Rechtsvorschrift X nicht durchsetzbar ist und wir nach Gesetz Y vollkommen legal und rechtskonform handeln. Mit freundlichen Grüßen” wäre deutlich souveräner und wirkungsvoller.

    Trotzdem viel Erfolg an Gamestrust

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  16. hasu says:

    Also dem Stil der Antwort nach zu urteilen ist “Balls zeigen” auch das einzige, was man hier bezwecken will. Ob man sich GWs Bitte gleich widerstandslos fügen muss, ist vielleicht fragwürdig, aber eine solche Antwort wird den Konflikt nicht gerade entschärfen. Nicht einmal unbedingt wegen fehlendem Juristenverständnis, auch argumentativ ist das mehr als umständlich und die mangelhafte Aufmachung tut dem ganzen weiterhin keinen Gefallen.

    Um es auf den Punkt zu bringen: Kommt mir vor wie die trotzige Instinktivreaktion eines Teenagers der mit der Inbrust der Überzeugung, völlig im Recht zu sein, “den Großen” die Welt erklären will.

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    • g_g says:

      ich bin ja ein fan von von “ceo einer gmbh” ^^
      ansonsten wird sich zeigen ob die reaktion die richtige war, spannend wird die argumentation dann werden bzgl des entstandenen schadens. den muss gw eben erstmal beweisen!

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  17. braindead says:

    Na was man auch immer über die Vorgehensweise denkt, sicherlich wird es ein wichtiger Case sein, um das Verhältnis zwischen GW und der deutschen Blogging-Szene zu definieren.

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  18. Kelmon says:

    Ich persönlich hasse die Betreiber der “Plagiatsfirmen”.

    Warum?

    Gehören für mich in die gleiche Kategorie wie diejenigen Mitbürger, die sich günstig Baugrund am Flugplatz holen und dann wegen Fluglärm meckern.

    So ist es hier auch. Ohne GW und dessen Produkte wären die meisten dieser Nerd Wannabees nicht lebensfähig – aber Hauptsache mit dem Groß der Meinung mitstänkern und ne große Klappe haben, wenn der “Mutterkonzern” für “seine” Produkte Regeln aufstellt.

    Wenn man offizielle Regeln in der Art und Weise von Games Thrust veröffentlicht, gehört es einem in meinen Augen nicht anders.

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  19. eike says:

    Gamestrust war allerdings auch schon ziemlich dreist. Da haben sie Regelseiten 1zu1 aus dem Codex hochgeladen (und zwar alle!) und dann zu allem Überfluss noch ihr eigenes Watermark raufgeklatscht, und das nicht gerade subtil. Das musste schiefgehen…

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  20. DKone says:

    Go Gamestrust!

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