Armeebemalung 103 – Motivation

| 10. April 2012

Hallo, mein Name ist Hannes, und ich habe ein Problem… Ich kann nicht damit aufhören, Armeeprojekte zu starten.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe ständig Lust, neue Armeen anzufangen. Mir gefallen fast alle Modelle der 40k Range ausgesprochen gut und ich kann mir ständig neue Ideen für Konzepte einfallen lassen. Auch Spielberichte, wie der Neueste hier auf 40kings, machen Lust auf mehr – irgendwie würde ich gerne alle Black Reach Modelle von Bekannten aufkaufen um einen Marines-Grundstock zu haben. Das Problem ist aber, dass ich im Grunde genommen nur wenige dieser Projekte durchziehe.

 

Nun diskutieren wir also die letzte Voraussetzung für das Bemalen einer Armee – die Motivation. Dieser Artikel wird der wohl streitbarste werden, hier denkt jeder anders und ich kann im Grunde genommen nur von mir ausgehen. Umso mehr interessiert mich vor allem euer Vorgehen – schreibt einfach in den Kommentaren, wie ihr euch motiviert und was ihr anders seht als ich.

Um eine Armee zu bemalen, hilft nicht nur ein kurzer Motivationsschub, man muss im Grunde genommen zwei Kriterien erfüllen: Kurzzeitmotivation und Langzeitmotivation.

 

Mit Kurzzeitmotivation meine ich, sich regelmäßig an den Maltisch zu setzen und anzumalen. Wer nur einmal die Woche malt, wird es schwer haben, eine Armee in einer vernünftigen Zeit fertig zu bekommen, außer, er benutzt Techniken wie Airbrush und Dippen, aber wir sind da ja Puritaner und nehmen nur Pinsel und Farbe, sprich: Wir gehen den längeren Weg. Also wie bringe ich mich dazu, regelmäßig anzumalen?

Ich nutze hierfür zwei kleine Helferlein: Hörbücher und Malsessions.

Ich höre schon seit Jahren beim Anmalen Hörbücher. Es ist im Grunde genommen das geeignetste Medium, da die Konzentration, die man für die Miniaturen braucht, nicht so unglaublich groß ist, dass man nicht nebenbei gemütlich der Story folgen könnte. Musik eignet sich zwar auch, aber ich habe bei den Hörbüchern noch einen entscheidenden Vorteil: Inzwischen bin ich schon so konditioniert, dass ich sie nur beim Anmalen anhören kann – wenn ich wissen will, wie die Geschichte weitergeht, dann setze ich mich an den Maltisch. Beim Autofahren oder beim Hausputz schweift meine Aufmerksamkeit einfach zu stark ab, ich kann wirklich nur beim Anmalen in Ruhe zuhören. Und wenn man dann beispielsweise “Das Lied von Eis und Feuer” zweimal durch hört, sind das doch schon über 200 Stunden, die man so vor den Minis verbringt. Probiert es einfach mal aus, Bibliotheken haben meist einen großen Vorrat und auch bei Youtube gibt es das eine oder andere Hörbuch.

Schon zu Schulzeiten haben VanSan und ich gemeinsame Malsessions eingelegt und zusammen angemalt. Man hat nicht nur den Vorteil, dass man nicht alleine rumsitzen muss und jemanden hat, mit dem man sich unterhalten kann, man hat auch den Vorteil, schnell Feedback zu seinen Malergüssen zu bekommen. So kann man sich gegenseitig verbessern, neue Techniken entwickeln; der Malstil von VanSan und mir ähnelt sich sehr, was eben an diesem gegenseitigem Verbessern liegt. Obwohl wir inzwischen 200 km voneinander entfernt wohnen, halten wir das im Grunde genommen immer noch so: Regelmäßig telefonieren wir über Skype, wenn wir anmalen und diskutieren über Listenideen, über Akzentschichten und und und. Skype ist da einfach praktisch, im Grunde genommen könnte man so auch Malsessions mit mehreren Personen organisieren (Konferenzgespräche); Feedback holt man sich einfach durch schnelle Fotos, die man rumschickt.

Zuletzt noch ein kleiner Tipp, auf den mich VanSan aufmerksam gemacht hat – sortiert euer Malzeug und verstaut es sinnvoll, so dass es schnell wieder hergeräumt werden kann. Es gibt nichts Schlimmeres, als Lust auf Anmalen zu haben und dann erst einmal eine halbe Stunde sein Zeug zusammen zu suchen. Bei mir ist alles geordnet, die Farben sind nach Farbton sortiert, die aktuellen Projekte stehen in Griffreichweite, so dass ich in kürzester Zeit alles finde.

 

Die Langzeitmotivation ist da eher schon schwieriger. Bisher haben wir ja nur sichergestellt, dass wir überhaupt mal anmalen, wie kriegen wir uns nun dazu, den Fokus auf einer Armee zu halten? Das ist sicherlich bei einigen Leuten gar kein Problem, sie finden ihre Armee einfach so genial, dass sie das über einen langen Zeitraum hinweg durchziehen können. Ich beneide das fast schon, meine Aufmerksamkeit ist da nicht so fokussiert, ich finde alles genial. Dementsprechend habe ich eine bemalte Tyraarmee, eine halbe Imp-Armee, eine halbe Soro-Armee und Blood Angels, Eldar und Orks in den rudimentärsten Grundzügen. Und dabei habe ich schon richtig aussortiert und einiges verkauft… Man sieht: Viel grau daheim, wenig Spielbares und Bemaltes auf dem Tisch. Das muss sich ändern.

Was mir hier extrem hilft, ist das Spielen. Ich kann den Fokus auf eine Armee nur behalten, wenn ich auch mit den Miniaturen spiele. Daher bin ich der Meinung, dass man sich die Armee kaufen sollte, komplett zusammenbauen sollte und dann damit spielen sollte. Auch wenn man nur graue Plastiksoldaten am Anfang hat, die Eintönigkeit verschwindet dann Schritt für Schritt. Natürlich sehen das nicht alle so, andere bauen sich Einsatzkommandos und erweitern das dann Schritt für Schritt, Einheit für Einheit zur Armee. Ich kann das nicht, Einsatzkommandos sind für mich kein 40k, das sind mir zu wenig Miniaturen auf dem Tisch – ich bin dementsprechend auch nicht wirklich ein Freund von Skirmishern wie Infinity. Daher ist mein Rat: Stellt euch ne 1750er Armeeliste auf, nehmt einmal gescheit Geld in die Hand und kauft das Zeug, manchmal bekommt man auch gleich ein paar zusätzliche Rabattpunkte, wenn man in größeren Mengen einkauft. Baut alles zusammen und kloppt euch mit eurem Gegner auf dem Spieltisch, dann hat man auch Spaß daran, die Armee zu bemalen.

Auch Turniere sind perfekt dafür geeignet, sich zum Malen zu motivieren. Man sollte natürlich dann Turniere mit Bemalpflicht wählen, aber prinzipiell ist so ein fixes Datum ein guter Grund, am Ball zu bleiben. Bei meinen Tyras war das ein 40k-Turnier in Österreich, das wirklich saumäßig genial war (ich kann es nur immer wieder loben: Die Kärntner Meisterschaften waren ein arschgeniales Turnier, die Location am Wörthersee und die Orga ein Traum!) Innerhalb von 6 Wochen habe ich also 1750 Punkte Tyraniden bemalt; da ich nebenbei noch viel für die Uni zu tun hatte, konnte ich nicht viel machen – jeden Wochentag höchstens 2 Stunden, aber ich habe wirklich jeden Tag angemalt, wochenends dann immer mehr, teilweise bis zu 10 Stunden am Tag. Natürlich war das nicht wirklich witzig, da geht der Spaß am Malen dann doch verloren, aber das Endergebnis rechtfertigt für mich die Qual (meine Kreuzschmerzen waren teilweise echt nicht mehr schön!). Ich weiß zumindest, dass ich die Armee nicht bemalt hätte, wenn ich da nicht den Zwang gehabt hätte, die Figuren fertig zu machen. Ich hätte mich wohl wieder in Detailschichten verloren, wenn der Zeitraum nicht so knapp gewesen wäre. Sicherlich, man könnte die Tyras besser anmalen, aber zum Spielen reicht es vollkommen aus, die Armee ist auf dem Spielfeld schick anzuschauen. So ein enger Zeitplan klappt natürlich nicht immer, das ist klar. Aber ich denke, wenn man sich hier realistische Ziele steckt, die nicht zu bescheuert eng geplant sind, dann kommt man da schon vorwärts. Also sucht euch am besten jetzt ein Turnier aus, das in einem halben Jahr stattfindet und fangt an, die Minis zu bemalen.




Der dritte Punkt, der der Langzeitmotivation zu Gute kommt, ist das Lob durch andere. Alle großen Foren, die ich kenne, bieten einen Bereich für Armeeaufbauten an, alle haben einen Malbereich. Fotografiert eure Figuren, stellt sie ins Internet, holt euch Anregungen und Tipps und vor allem auch Lob. Das ist Balsam für die Seele und gibt einem den Antrieb, weiter zu malen. Ihr solltet aber immer dazu schreiben, wie hoch euer Anspruch an euch selbst ist. Denkt daran: Lieber eine Akzentschicht weniger, dafür aber eine bemalte Armee, als zuviel Zeit in eine Miniatur investiert und dann wird doch nix draus. Das geht bei den Kritiken in den Malbereichen manchmal ein wenig unter.
Was ich auch immer wieder mal höre: Bemalt die Armee erst einmal komplett in Grundfarben und überarbeitet sie dann Stück für Stück. Ist natürlich eine legitime Vorgehensweise, nur – wenn ich ehrlich bin – ich halte da nix von… Wenn ich eine Miniatur bemalt habe, möchte ich sie eigentlich nicht nochmal überarbeiten, sondern ich will mich den nächsten Figuren zuwenden. Ich habe das bei meinen Ganten ausprobiert und 50 Stück in den Grundfarben bemalt. Inzwischen muss ich mich ehrlich dazu zwingen, sie fertig zu machen – sie passen überhaupt nicht zum Rest der Arme, aber sie sind im Grunde genommen bemalt genug für’s spielen…

 

Mehr fällt mir zu dem Thema jetzt eigentlich gar nicht ein. Malt, wenn ihr Lust habt, aber zwingt euch auch manchmal dazu – auch wenn es im Augenblick keinen Spaß macht: Sobald ihr mit der bemalten Armee spielt, rechtfertigt das den Aufwand. Und was heißt das für das Sammelsurium an Armeen, die ich habe? Erstens werde ich nun die restlichen Tyras, die ich daheim habe, fertig machen. Und dann werde ich erstmal meine halbfertigen Soros wieder auf Vordermann bringen. Oder ich fang was ganz anderes an… Mal schauen, welches Turnier ich mir dafür aussuche.

 

PS: Ich hab mir heute im örtlichen Laden (Fantasyspiele Passau) ein paar neue Farben geholt und hab auch einige umsonst für die anstehenden Reviews bekommen. Stay tuned for… “Textures & Drys – basen für Dummies!”

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Miniaturenpinsler und Armeebemalstratege...

Comments (17)

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  1. Corpheus says:

    Ich denke das mit der Bemalung ist auch eine Frage der Entwicklung der “Table-Top Persönlichkeit”. Früher habe ich überhaupt keinen Wert auf die Bemalung gelegt. Wichtig waren Spiel, Strategie und Taktik. Und die Regeln!

    Irgendwann hatte ich dann das Bedürfnis, eine komplett bemalte Armee auf den Tisch zu stellen. Ich denke meine Mitspieler sind daran nicht ganz unschuldig… wenn die Gegner komplett bemalte Armeen dastehen haben sehen die grauen Minis dann doch etwas langweilig aus. Vor allem da ich im lauf der Zeit auch mehr Interesse an stimmungsvollem Spiel gefunden habe… und da braucht es einfach schönes und passendes Gelände sowie bemalte Armeen!

    Wie ich mich motiviere? Erst wähe ich die Figuren aus… das sind die in meinen Listen hauptsächlich gespielten Modelle. Dann überlege ich mir ein einfaches aber cooles Farbschema. Und dann wird angefangen mit malen… und die Armee wird erst wieder gespielt, wenn die Armee komplett bemalt ist. Denn es gibt eines, was noch schlimmer als unbemalte Modelle ist… das sind teilbemalte Modelle.

    Um meine Motivation aufrecht zu halten helfen am meisten entsprechende Artikel im White Dwarf, Bilder in Foren oder einen Blick ins Bemal-Kompendium. Trotz allem ist es mühsam und langwierig. Ich male nicht gern… und mit Familie ist es nicht so einfach, während dem malen Hörbücher zu hören. Es ist nicht mal einfach, ein paar ruhige Minuten in der Woche zu finden.

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  2. Anonymous says:

    Mein Tipp: Einfach jedne Tag den Artikel lesen, das motiviert auch! 😀

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  3. Mshrak says:

    Hehe. Wahnsinn, auf was die Leute alles so kommen beim malen.
    Ich selber habe aber auch meine Eigenheiten. So kenne ich jeden Werbespot vom hören her bis ins kleinste Detail aber gesehen habe ich bisher die wenigsten.
    Ich bin halt gerne am malen im Wohnzimmer vor dem Fernseher. Meine Frau sieht mich dann und meckert nicht rum, das ich mich immer wegschliesse.

    Ich hatte aber in letzter Zeit das Problem, das ich mich überhaupt nicht zum malen motivieren konnte, da ich tausende von Sachen hier rumliegen hatte und mich nichts irgendwie anspornen konnte zu Ende zu bringen.
    So hatte ich vor dem malen einen Entschluss gepackt. Alles rausschmeissen, was ich die letzten Jahre so angesammelt hatte. Ausser die bemalten Armeen und “nur” das nötigste behalten.
    Das hört sich erstmal leichter an als es ist, aber wenn man erstmal vor seinen Sachen steht, denkt man sich wieder: “Ach spätermal….”
    Wichtig ist, das man sich überlegen muss, ob man wirklich von tiefsten Herzen diese Armee irgendwann spielen will oder aber nur aus einer Laune heraus diese gekauft hatte.
    Dann fällt es einem schon leichter, sich von seinen Minis zu trennen.

    Auch wurde meine Heimvitrine ordentlich entrümpelt. Alles worauf ich keine Lust hatte wurde in den Keller verbannt und dort erstmal abgestellt.
    Ich wollte nur EIN Projekt vor mir haben, auf das ich jetzt erstmal meine Energie ansetzen wollte.
    Und so ging es los.
    In mehreren Foren wurde ein Armybuild begonnen oder in den Paintmaster reingeschrieben und los ging es mit dem bepinseln der Modelle.
    Die Motivation blieb erhalten durch den Lob und spornte weiter an.
    Man muss aber trotzdem IMMER das Ziel vor Augen haben und sich eine Frist setzen. Hier ist es für mich ein Turnier im September, wo ich mit der komplett bemalten Armee antreten will.
    Zwang spielt hier aber auch eine grosse Rolle. Man muss den Schweinehund in sich halt überwinden und nicht zu sich sagen: Och. Heute nicht malen sondern WoT zocken oder was anderes……

    Mein grosses Problem ist, das ich immer, wenn ich eine neue Einheit anfange, schnell die Lust verliere, da es sich wie eine Ewigkeit hinzieht, überhaupt die Einheit schon in der Grundfarbe zu bemalen. Dann aber schreitet man immer mehr voran und die Lust steigt den Finish zu setzen….
    Aber am Ende ist man stolz wie Oskar, wenn man es geschafft hat…….. 😀

    Mfg Mshrak

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  4. Jolly_Swagman says:

    Die Idee mit den Hörbüchern ist klasse. Bisher mach ich mir höchstens mal Musik an. Meine Bibliothek hat zum Glück einige Hörbücher zu bieten. Ich male aber auch sehr gerne mit anderen Leuten zusammen.

    Ich hab mir einmal eine komplette Waldelfenarmee gekauft und dann angefangen anzumalen. War ein ziemlicher Hammer. Meine Empfehlung ist, nur das zu kaufen, was man in absehbarer Zeit auch anmalen kann. Kleinere Armeen, die man später erweitert, bieten sich an.

    Ich verstehe heute nicht mehr, wie ich früher hunderte von Goblins, Zwergen, Orks, imperialen Soldaten und Eldargardisten wie am Fließband anmalen konnte. Ich habe es neulich nochmal mit 32 Orks versucht und bin gescheitert. Daher auch meine momentane Vorliebe für Infinity, da braucht man einfach nicht so viel.

    Und wer doch Fließbanarbeit machen muß: Ich empfehle immer nur fünf Figuren eines Trupps auf einmal. So hat man die Zeitersparnis, aber man verliert nicht den Überblick. Meine Methode war für ganze Armeen war: Einen Trupp bemalen, dann zur Belohnung ein besonderes Modell wie ein Monster oder einen Panzer. Dann der nächste Trupp.

    Farbschema: Das Erabeiten eines Farbschemas ist für mich der reizvollste Aspekt bei einem Armeeprojekt. Aber wenn man das einmal entwickelt und 2-3 mal wiederholt hat, kommt die Gefahr, das es langweilig wird. Meine Idee dazu: Gebt eurer Armee doch 2-3 Farbschemen! Klingt jetzt vielleicht etwas seltsam, funktioniert aber gut. Natürlich muss die Armee einheitlich wirken, sähe ja sonst albern aus. Aber man kann sich ja einen Grund überlegen, warum es verschiedene Farbschemen gibt.

    Beispiel meine Eldar: Als ich mit 40k angefangen habe, mochte ich das ganze unrealistische helle Farbgeprotze nicht, mit dem sich die Krieger der Zukunft über das Schlachtfeld bewegen. Vor allem die Eldar wirkten für mich lächerlich mit ihren bunten Rüstungen. Und jeder Aspekt eine andere Farbe war auch etwas albern und fördert in meinen Augen nicht gerade den Armeezusammenhalt. Also erhielten damals alle Fahrzeuge und Gardisten ein oliv / grün / schwarzes Schema, während die Aspektkrieger alle in schwarzer Uniform das Schlachtfeld betraten. Die Exarchen waren ein Sonderfall, deren Rüstungen waren in dunkle Flammen gehüllt, um ihren brennenden Hass zu symbolisieren. Die Harlequine habe ich dann als Herausforderung begriffen, auch mal kleine Rauten auf die filigranen Modelle aufzutragen. Wenn man sich Kategorien überlegt, kann man eine Armee haben, bei der nicht jede Figur dem gleichen Schema unterliegt, aber man den Zusammenhang erkennt. Naja, mir fällt gerade ein, dass GW mit den DA eigentlich genau das gemacht hat.

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  5. Anonymous says:

    OMG T3 is down!!!!

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  6. Niden says:

    Ich bin mir recht sicher, daß sich die neue GW-Farbrange drastisch auf meine Motivation auswirken wird. Ich male auch noch nach alter Schule. Also nix mit Wash und Trockenbürsten. Kein Gedippe, kein Geschluder. alles in feinen Strichen. Ist eben wie schon gesagt sehr aufwändig.
    Bisher hatte ich bei Armeeprojekten immer das Problem der Konstanz in den Farben, weil die meißten Farben gemischt waren. Da sieht der 5te trupp schonmal leicht anders aus, als der 1ste, selbst wenn der erste immer daneben steht. Man trifft das Mischungsverhältnis eben nicht immer auf den Punkt. Sowas ist sehr frustrierend und demotivierend für mich.
    Die neuen Farben könnten da wegen ihrer großen Breite wirklich Abhilfe schaffen. Ich werde jetzt beim neuen Projekt zusehen max 2 Farben zu mischen, wenns geht nur 50/50 zu mischen anstatt wie bisher gerne mal 3-6 Farben zu mischen bis es hinhaut.
    Ob die Farbrange nun größer ist weiß ich garnicht, aber ich werd das für mich mal zum Anlass nehmen meine Farbgestalltung zu ändern und mir das Leben leichter machen. Als ich vor 20 Jahren angefangen habe war die Breite auf jeden Fall nicht so groß. Die Änderung paßt ganz gut, ich hatte ne lange Pause, viele Farben sind eh eingetrocknet. Da nutze ich die Chance ein neues standartisiertes Bemalsystem zu benutzen.

    Zu Hörbüchern: Dune-Der Wüstenplanet fand ich sehr gut, oder auch die alte Aufnahme von Der Herr der Ringe. Alternativ tut’s auch ne DVD, die man schon kennt…schaut man dann nur kurz bei guten Szenen hin, man weiß ja wann die kommen.

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  7. Klatschi says:

    @ Chewbakka
    Das wird Dir schwer fallen – das Hörbuch ist ein audible-exclusive 😉

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  8. Chewbakka says:

    Danke für diesen Artikel !

    Er kommt mir gerade recht , ich werde auf dem RMTM auch Soros spielen und da gilt es für mich noch etliche Mädels und Panzer in Farbe zu bringen.

    Werde morgen in die Bibliothek gehen und mir das Lied von Feuer und Eis auf Hörbuch holen 😉

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  9. Taesh says:

    Auch wenn 40k erst ein recht neues Hobby von mir ist, muss ich feststellen, dass mir das Bemalen sehr gut tut. Ich hab einen stressigen Job, in dem viel geistige Arbeit verlangt wird, so dass ein wenig handwerkliche Arbeit am Abend mir beim Abschalten hilft. Konzentriertes Bemalen und dabei ein wenig Entspannungmusik sorgt für einen Tunneleffekt, der mir das Hirn reinigt :-)
    Ich benutze die Grundierung von Armypainter, da ich mir so viel eintönige Arbeit beim Bemalen von großen Flächen und kleinsten Winkeln spare und mich genußvoll den Details zuwenden kann.
    Das einzige, was mich derzeit wirlich stört, ist, dass ich fast genausoviel Zeit beim Entgraten verbringe, wie ich male…

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  10. Klatschi says:

    Ach so, ein kleiner Nachtrag:
    Vielen Dank, Leute, für eure ausführlichen Berichte, wie ihr euch motiviert!

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  11. Klatschi says:

    @ no name
    Puuh, “Die Säulen der Erde”, “Otherland (zumindest die ersten zwei Boxen, danach wirds zu abgefahren…), “Jonas, der letzte Detektiv”, alles von Grangé, “die drei Fragezeichen” – da gibts einiges :-)

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  12. Intoxic says:

    Eigentlich habe ich keine Motivationsprobleme und ziehe Armeeprojeke in 4-6 Wochen durch.

    Jetzt habe ich vor einigen Wochen Space Wolves angefangen auch mit dem Ziel nicht nur die Armee auf TT Standart zu bemalen und ich komme nicht voran.

    Alles erscheint mir schwerer aufwendiger (ja ist es auch) usw.

    Schneebase wollte ich habe das ist eine riesen Sauerei und erheblicher Mehraufwand im Gegensatz zu meinen anderen Base (Schotter + Klebegras) ich komme gar nicht voran meine Donnerwölfe stehen seit 4 Wochen trockengebürstet WIP rum den ich habe NULL Motivation.

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  13. Lord Schnarcherich says:

    Ich finde die transparenten grünen Necron Stäbchen genial. Ohne sieht die Mini kacke aus, aber einbauen darf man sie erst, wenn der letzte Pinselstrich gesetzt ist.

    Ich habe unheimlich viele halb bemalte Eldar. Läufer, die nur bis zur Hüfte bemalt sind, Gardisten wo im Prinzip nurnoch die Arme zu bemalen sind, Falkenkrieger mit ausschließlich bemalten Flügeln, usw.

    Meine Necs sind entweder komplett magnetisiert, modifiziert, angemalt und bestäbchend, oder noch plastikgrau.

    Das wÄre evtl auch mein Tipp. Nach dem kauf und Zusammenbau einer Spielbaren Armee immer nur einen kleinen Teil (einzelne Fahrzeuge, einen (1) Trup, usw) grundieren und diesen dann komplett anmalen, bevor die nächsten Minis grundiert werden.
    So wird aus einem Großprojekt viele kleine Projekte und es sind immer plastikfarbene Minis da, die einen tadelnd anschauen. Gleichzeitig hat man bei jedem kleinen Projekt anfangs gleich ein Erfolgserlebnis und eine Startmotivation mit dem Grundieren. Eine Grundierte Mini sieht schon viiiel besser aus, als das Plastik/Greenstuff/Neodym Monster, dass es vorher war. Und wenn das schon so schnell und easy geholfen hat, kann man es auch gleich anmalen, damit es richtig schick wird.

    Achja meine nichtmal halb angemalten Eldar sind alle grundiert …

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  14. Tetsu says:

    Bei mir ist es wichtig die Hürden möglichst niedrig zu halten:

    1. Das woran ich gerade Arbeite darf nicht irgendwo verstaut sein sondern direkt Griffbereit (mein augenblickliches Projekt liegt direkt hier vor mir zwischen Tastatur und Monitor auf einer alten Zeitung, Farben sind da, Wasser, wird jedes mal erneuert wenn ich ins Bad muss oder so , Pinsel sind auch bereit, ich müsste also nur die Hände heben und könnte weiter malen…

    2. Ich habe hier auch immer fertige Minis stehen (nach Möglichkeit von der Gleichen Einheit an der ich gerade Arbeite oder zumindest vom gleichen Projekt), was ich hingegen weit weg räume sind unfertige Minis an denen ich nicht gerade Arbeite – es soll immer der Eindruck entstehen fast fertig zu sein und nicht der gerade mal 10% des Gesamtprojekts geschafft zu haben .

    3. Kleinschrittiges Arbeiten – nicht 50 Figuren auf einmal bemalen sondern wenige (im Extremfall eine) – im Grunde geht es dabei um etwas ähnliches wie bei zweitens, nämlich sichtbare Fortschritte zu machen, lieber eine Figur Fertigstellen als bei 10 eine weitere Farbe auftragen, so sieht man die Einheit Fertiger Minis kontinuierlich wachsen, anstelle das Gefühl zu haben lange nicht weiter zu kommen um dann auf einmal viele mit dem typischen “nie wieder”-Gefühl abzuschließen.

    …Zumindest mein Gehirn ist in Bezug auf Erfolgserlebnisse unersättlich wie ein Slaaneshkultist, während es Frustrierendes nicht vorwärtskommen hasst wie ein… …auch wie ein Slaaneshkultist. Deshalb muss alles so angelegt sein, dass es mal nebenher ein kleines Erfolgserlebnis verspricht ohne durch die Aussicht auf großen Aufwand abzuschrecken, mag sein dass sich andere anders motivieren lassen, aber wenn man eine derart nicht vorhandene Frustrationstoleranz hat wie ich, und zudem an einem chronischen Mangel masochistischer Sklaven leidet (ebenfalls wie ich :( ), muss man dem Gehirn die Arbeit in Form schmackhafter Appetithäppchen anbieten und alles vermeiden was nach Frust ausschaut…

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  15. scrum says:

    Motivation ist auch aus meiner Sicht die schwierigste Sache am Hobby.

    Da ich recht spät ins Hobby eingestiegen bin (mit 36), hatte ich aus anderen Hobbys die Erfahrung gemacht, dass es eben nicht der Bringer ist sich mit ohne Ende Zeug einzudecken.
    Also habe ich mich erst einmal auf eine Armee beschränkt, die imperiale Armee. Dann habe ich einige Wochen alles entgratet, alles zusammengebaut und grundiert, meine erste Mini bemalt…und dann die Lust verloren, als ich 120 Minis plus sechs Panzer vor mir stehen hatte.

    Also war klar für mich, dass das nicht der richtige Weg ist. Die Minis sollten bemalt sein und spielen wollte ich auch schonmal gerne. Also habe ich mit einer punkteaufwändigen Zweitarmee (Space Wolves) angefangen, wo wenige Modelle zu bemalen waren. Das ging vergleichsweise schnell und so konnte ich Spielerfahrung sammeln, was ich heute noch als einen der wichtigsten Faktoren bei stockender Mallust empfinde.

    Außerdem muss ein wenig Abwechslung sein. Manchmal hilft einem der Zufall weiter. So konnte ich auch nach einem Jahr weder Catachan Green noch Codex Grey sehen und so suchte ich nach einer weiteren Malalternative, um mal andere Minis und andere Farben zu benutzen. Zwerge fand ich gut, aber WHF geht einfach gar nicht, weil unter 100 Püppchen geht ja kaum etwas. Also nach HdR geschaut und mir eine Handvoll Püppchen geschossen. Dann kommt mein Kumpel um die Ecke und fängt mit den Goblins an. So haben wir ein kleines Nebenprojekt, wo immer mal wieder ein wenig Arbeit hereingesteckt wird.

    Daraus folgend haben wir nun seit einiger Zeit regelmäßig Killteamturniere in unserer Gruppe. Das läuft eher unter Bier&Brezel, weil sehr zufallsabhängig, aber man kann mal ein neues Volk antesten. Wenn einem das gefällt, wird es ausgebaut, wenn nicht, hat man vielleicht was schönes Neues in der Vitrine. Und die nächste Kampagne in der eigenen Truppe kommt bestimmt :o)

    Was habe ich daraus gelernt in den letzten fünf Jahren?

    Kleine Spiele geben einen guten Start ab. Man hat eine überschaubare Anzahl von Minis zu bemalen, lernt ein wenig, wie sich die Truppe anfühlt und wenn einem das gefällt, hat man direkt mehr Motivation weiter zu malen.

    Abwechslung macht die Sache interessanter. Zwar gibt es den ein oder Anderen, der sich damit belohnt nach zwanzig Infanteristen ein Charaktermodell zu bemalen, doch ich denke, dass nur wenige so zu begeistern sind. Ein oder zwei Hauptprojekte, die man auch über einen längeren Zeitraum verfolgt, werden so ständig gefördert und wenn die Motivation stockt, kann man sich immer mal wieder einem Nebenprojekt widmen. Wenn man es dann noch schafft seine Spielergruppe ganz oder teilweise zu infizieren, wagt man ab und zu auch mal einen Blick über den 40k-Tellerrand. So bin ich neben HdR auch bei Mortheim gelandet und eine kleine Malifaux-Crew wartet auch auf Farbe (weil ich mal die Würfel gegen Karten tauschen möchte).

    Male regelmäßig. Auch wenn Ausbildung und Beruf oder wie bei mir Familie und Haus ihren Tribut fordern – ein wenig Zeit für das Hobby ist immer da – jeden Tag!
    Ich habe mir zur Angewohnheit gemacht jeden Tag zu malen. Vielleicht reicht es mal nur für eine halbe Stunde, aber ein bis zwei Stunden sind häufiger drin. Doch mit der Zeit bekommt man damit auch die grauen Horden besiegt und die Routine, die man dabei bekommt, hilft auch schneller zu malen. Man darf aber auch nicht vergessen, dass es Tage gibt, wo der Pinsel einfach nicht Dein Freund ist. Da kann man keinen geraden Akzent malen und versaut mehr, als dass man es nachher leicht wieder ausgebügelt bekommt. Eine (kurze) Hobbypause hat noch nie geschadet.

    Folglich gilt auch: Halte Deinen Kram zusammen. Ich habe mir eine Feldherr-Mini-Tasche gekauft, wo ich die Farben des aktuellen Malprojektes, einige Pinsel, eine Nasspalette, etwas Küchenpapier sowie einige Minis drinhabe. So brauche ich immer nur einen Becher Wasser und es geht los. Zeitweise habe ich die Maltasche mit im Büro gehabt und in der Mittagspause einfach mal was gemalt. Ein Wasserbecher steht immer in meiner Schreibtischschublade. Das Bisschen Organisation lässt Dich immer schnell zum Pinsel greifen, wenn Dich die Lust packt.

    Letztlich wird jeder es für sich herausfinden, was einen antreibt. Ob es nun das Feedback in Foren, das nächste Turnier oder der Kampagnenstart in der Spielgruppe ist – ein jeder motiviert sich anders. Doch es hilft sicherlich, wenn man hier und da einen Denkanstoß bekommt, was andere so machen.

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  16. no name says:

    hi,

    das mit den Hörbüchern ist ein guter Tip. Was fur Hörbücher kannst du noch empfehlen?

    Merci

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  17. Anonymous says:

    Also was ich von diesem Artikel halte:

    Du hast es bereits ganz oben gesagt, jeder hat seine eigene Vorgehensweise, folglich bringt es nicht viel, wenn ich hier meine als das einzige Wahre preisgeben würde. Deine Motivation ist wirklich durchdacht, wobei ich zu Dir den Antopil darstellen würde.

    Zwar bin ich ebenso froh Hörbücher nebenbei laufen zu lassen, aber darauf konditioniert bin ich sicherlich nicht. Malen in Gesellschaft finde ich persönlich unheimlich schwierig, einerseits brauche ich meine Heimstätte, woanders ist Licht und Örtlichkeit vielelciht ungewohnt und das Ergebnis schlechter. Das passieret mir relativ oft, selbst bei rudimentären Techniken, deshalb habe ich davon abgeschworen.

    Auch wenn es blöd klingt, die finazielle Seite kann auch motivieren. Wenn ich darüber nachdenke, dass eine Thousan SOn Armee oder eine Pre-heresy Armee oder gar Eldar das nächste Ziel wären, wofür ich alles aufgeben würde, woran ich gerade bin, dann stoppt mich der Geldbeutel und ich bin froh darüber.

    Was bei mir gar ciht funktioneirt ist das Kaufen und Zusammenbauen einer ganzen Armee. Da verliere ich schon die Lust beim puren Anblick der Boxen. Für mich ist es wichtig mit einm kleinen Grundstock anzufangen, entweder was spielarem oder einer billigen Investition zum Testen und Probieren. Wenn es gefällt wird nachgekauft, aber nach Maß, dh. Einheit per Einheit, damit die Motivation bleibt und ich nicht vor einer unüberwindbaren Wand von grauem Plastik stehe. Hier ist zu sagen, dass ich es hasse mit unbemalten minis zu spielen, ich verlange zwar nicht mehr als ich auch hinbekomme, aber rohes Plastik ist irgendwie lieblos.

    Wo ich konform mit Dir gehe ist das Lob. Das ist unbedingt notwendig, vor allem wenn man es etwas aufwendiger gestaltet. Ich habe mittlerweile das Glück, dass ich derart leichte Systematiken entdeckt habe, die aus Grundschicht, krassem Akzent, Wash und Details bestehen und trotzdem unglaublich gut aussehen, besonders im Überblick. 10 Marines kosten mich 1-2 Wochen, mit etwa 10 Stunden Malzeit und für das Ergebnis Lob zu bekommen ist das Größte, deshalb versuche ich auch immer alle zu loben, die ihre Minis mit Engagement angemalt haben.

    Meine Vorgehensweise, auch wenn ich von malprofis, wie Dir, vielleicht für den einfachen Stil belächelt werde.

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